Ein Schreibtisch ist ein vor allem zweckmäßiges Möbel, welches dafür geeignet ist, dass Schreib-und Verwaltungsaufgaben daran erledigt werden. Zu diesem Zweck gibt es eine Schreibplatte und üblicherweise mehrere Fächer zur Ablage. Das Möbel an sich ist immer wieder der Mode unterworfen, und ist in vielen Varianten anzutreffen. Vom Schreibsekretär bis zu großen und wuchtigen Vollholz-Möbeln der Vergangenheit bis zu leichten und funktionalen sowie modernen Möbeln der heutigen Zeit.
Nach den neuesten Erfordernissen hat ein Schreibtisch oft spezielle Fächer und Flächen für Computer, dessen Bildschirm und Tastatur.

Als Vorläufer des Schreibtisches gelten aus vergangenen Zeiten die oft hochwertig hergestellten Schreibsekretäre, Schreibschränke sowie Schreibpulte, wie sie in Geschäften und Kontoren vorkamen. Dazu gehörten auch das tragbare Pultbureau und ein Pultschreibtisch. Bereits im 17. Jahrhundert kam der sogenannte Bureau plat auf, ein langer und elegant anmutender Tisch mit Schubladen unter der Platte, zu dem ein Schrank gehörte, der Cartonniere. Schon bekannter sind die Zylinderbureaus, deren Fächer und Fläche hinter einem Rollladen verschwanden. Besonders die Pariser Tischlerkunst beschäftigte sich im 18. Jahrhundert mit der Herstellung solcher Möbel.

Auch gab es schon relativ zeitig den noch heute mitunter üblichen Schreibtisch, der dreigeteilt ist, mit rechts und links einem Schrankteil, sowie in der Mitte Platz für die Beine und einem Schubfach. Hier sind alle drei Teile mit einer Platte überspannt, wodurch meist eine große Fläche entsteht, auf der dann mehreres abgelegt werden kann.
Vor allem die kleineren Varianten, wie beispielsweise ein Damenschreibtisch (Bonheur du jour) waren Luxusobjekte, die es vornehmlich in Frankreich gab. Sie waren größtenteils für die Repräsentation gemacht und waren in Salons und Privaträumen anzutreffen.

Heute sind die meisten Schreibtische eher funktional, als ein schönes Möbelstück. Sie sollten möglichst in Höhe und Neigung verstellbar sein und den Anforderungen moderner Bürokommunikation entsprechen. Dazu gehört beispielsweise eine Kabeldurchführung für die zahlreichen elektrischen Geräte, die gebraucht werden.
Inzwischen gibt es sogar gesetzliche Bestimmungen dafür, wie beispielsweise die Bildschirmarbeitsverordnung von 1996.
Heute sind auch in Privathaushalten oft zweckmäßige Schreibtische oder Computerarbeitstische anzutreffen. Nur noch selten trifft man auf stilvoll eingerichtete Arbeitszimmer, die dann oft mit antiken Schreibtischen versehen sind. Je nach Mode gibt es allerdings auch Nachbildungen von Schreibsekretären und Schreibtischen vergangener Jahrhunderte zu kaufen.

Vor allem für Kinder wird meist ein moderner Schreibtisch gewählt, der durch seine verstellbaren Teile „mitwachsen“ kann und Haltungsschäden vorbeugt.
In früheren Zeiten waren Möbel meist eine Anschaffung fürs Leben und wurden nicht mehr ausgetauscht. So kam es, dass vor allem Schreibtische eng mit dem Leben von Schriftstellern oder anderen Gelehrten in Zusammenhang gebracht wurden. Einige von Ihnen dienen heute in Museen als wertvolle Ausstellungsstücke, da sie einer berühmten Persönlichkeit über Jahrzehnte gehörten.

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